Mopedtrip 2 (Zwischenstop: Paris)

Damit der Leser folgen kann, werde ich zunächst etwas ausholen. Ich muss gestehen, dass die Reise in ihrer Gesamtheit absolut keinen roten Faden besitzt und man wohl im Reisebüro gute Chancen auf Rückerstattung des Buchungspreises hätte. „Äh, wohin denn noch, Dschibuti? Wollen Sie mich verscheißern?

Paris also. Ja richtig, wir waren in Amsterdam. Die Tage dort waren äußerst entspannt (Van Gogh Museum, Kaffee, Parks, Grachten, mehr Kaffee). Aber ich wollte ausholen: Der ursprüngliche Plan sah vor, mit den Motorrädern runter nach Paris zu fahren- bis wir feststellten, dass das rund 2000 Kilometer (insgesamt) sind. Da unsere Damen sicher in der Brauerei abgestellt waren und wir zwei Faultiere sind (Präsens), beschlossen wir kurzerhand, mit dem Flixbus zu fahren.
Hier die wichtigsten Stichworte zur Fahrt: Keine ausreichende Klimatisierung, laute Geräusche vom Fahrwerk, weder Toilettenpapier noch -spülung, Klotür schließt nicht richtig, dafür aber voll ausgebucht und mit Verspätung am Zielort. „Flixbus – eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn.“ Als wir endlich das fahrende Dixiklo in Paris verlassen können, ist uns gehörig flau im Magen.

Gepennt wird bei meiner Exfreundin Claire. Ja, wir sind zwei waschechte Freeloader. Claire wohnt um die Ecke des Bataclans, also (abgesehen von den tragischen Ereignissen dort) in einer Topgegend! Gegen Nachmittag versuchen wir auf gut Glück, auf den Eiffelturm zu gelangen. Wir haben gut Glück. Zwischen den üblichen Besucherwellen schaffen wir es, auf mir bis jetzt unerklärliche Weise, binnen weniger MINUTEN(!) in den Fahrstuhl nach oben! Ich habe da schon mehrere 100m Schlange gesehen. Die Aussicht war phänomenal!

Am nächsten Tag dann Ernst. Claire zeigt uns bzw. primär Robert als Paris-Neuling die Stadt. Wir essen Falafel auf einem Hinterhofmarkt, anschließend folgen die Klassiker Notre Dame, Louvre, Grand und Petit Palais etc. etc.
Gegen Abend sind die Füße plattgelaufen. Wir kehren in einen Boot-Biergarten an der Seine ein und bestellen Essen und Getränke zum Preis eines schlüsselfertigen Einfamilienhauses.
Die Rückfahrt nach Amsterdam tagsdrauf war, entgegen aller Befürchtungen, erträglich und .. naja erträglich muss reichen, Flixbus.

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