Kurz weg. Dänemark.

Tag 1/1.
Wir flanieren morgens ein wenig entlang der Meerkante bei Søndervig und begutachten die deutsche Strandarchitektur des 20. Jahrhunderts. Viel Beton, wenige Fenster, eher trister Baustil. Blumenkästen oder so hätten nicht geschadet. Dafür immerhin Meerblick. Schon damals galt: Lage, Lage, Lage.

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Ansonsten ist der Strand hier wirklich ganz nett. Schön feiner Sand, Dünen gibts auch. Die Mädels suchen irgendwelche versteinerten Viecher, ich suche nix. Warum auch? Dann eine kurze Pause im Zimmer, man wird ja auch nicht jünger.
Gegen Mittag folgt ein kurzer Abstecher ins pulsierende Stadtzentrum Hvide Sandes. Es gibt Softeis mit Lakritzstreuseln, anschließend Fischbrötchen. Die Reihenfolge gleicht einem kulinarischen Verkehrsunfall.

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Anschließend tigern wir wieder zurück ins Hostel. Irgendwie hängen alle durch, die böige Meerluft macht müde. Wir trinken ein Tuborg, was die Lebensgeister nicht unbedingt reanimiert. Gegen Abend kochen Nudeln mit Gemüse-Thunfisch-Soße. Schon ist der Kurzurlaub wieder vorbei, schade.

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Kurz weg. Dänemark.

Ich habe mich mit Antje und Barbara in Dänemark verabredet, um die wenigen verbleibenden Tage Sommersemesterferien bei kühlem Bier und Sandstrand ausklingen zulassen. Vorher muss ich noch eine letzte Klausur schreiben.
9:15Uhr, Tag der Abfahrt. Es ist ruhig im Viertel. Ein gedämpftes Hintergrundrauschen quillt vom Containerhafen durch, hier und da fährt ein Auto. Der Rest pennt. Selbst die Möwen halten den Schnabel.

Bam! Der bis zur Oberkante vollgetankte Cooper hat tief Luft geholt und begrüßt den Straßenzug mit einem lauten, jedoch im zulässigen Grenzbereich der StVZO befindlichen Dröhnen. Es sind jetzt alle wach. Ich wollte erst Motorrad bollern (was dem Viertelwachwerde-Faktor keinen Abbruch getan hätte), dachte mir dann aber doch, dass das Auto das bequemere Fortbewegungsmittel für diesen minuziös verplanten Spontantrip sei. 400km stehen auf der Tageskarte.
Auf dem Amaturenbrett kleben Abreiß-Papierzettel mit der groben Wegbeschreibung. Ich bin schon ein Macker manchmal. Ohne Zigarettenanzünder kein Navi.
Erstmal ab zur Klausur, erstmal Fenster runter. Kühle Morgenluft durchströmt den Innenraum. Ich komme mit Hauptsache-weg-Mentalität an. Schlimm genug, dass ich auf Achse einen Kuli und einen Taschenrechner mitschleppen muss. Das Leistungsgewicht meines Rallye-Siegers ist total im Eimer.
Es folgt: Herzklopfen, Zettelausgabe, ouhh die Lernlücke, ahh das kann ich, Abgabe.
„Sie haben doch noch 30min Zeit!“
„Ja, aber die bringen mir auch nix mehr..“

Mit der Zeit weiß man, wie das mit dem Studieren funktioniert. Tschüss, schönen Tag noch.

Zurück in die Konservendose. 7h Autofahrt inkl. Fähre. Eine kurze Zusammenfassung:

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Ich komme gegen frühen Abend leicht kaputt in Hvide Sande an. Während Edgar knisternd auskühlt und sich wohlverdient in den Feierabend verabschiedet, lasse ich mich mit der Körperspannung einer rohen Putenbrust auf das letzte freie Bett unseres Zimmers fallen. Abendessen. Es gibt Kürbis-Zucchini-Paprika-Zwiebel-Ofengemüse mit Couscous. Not bad.